Faul sein ist wunderschön (Irisches Tagebuch 14/18)

Die Höhle des Gollum

Die Höhle des Gollum

Es regnet. Schon morgens, als Andy und Felix die Tiere versorgen, sind ihre Regenjacken anschließend komplett nass. Das ändert sich den ganzen Tag nicht, es ist fast so, als wollte das County Clare unseren nahen Abschied beweinen… Also geben wir uns nach unserem leckeren Pancake-Frühstück der Faulenzerei hin, die Kinder lesen und spielen auf den iPads, hören TKKG oder „drei ???“-Hörspiele. Nach dem Mittagessen mit frischen Nudeln und Bolognese entscheiden wir uns aber doch, noch einmal einen kurzen Ausflug zu wagen. Also fahren wir Kilfinora, wo sich auch das Informationszentrum des Burren Nationalparks befindet. Die Kinder warten im Wagen, während Andy und ich in diesem Besucherzentrum erfahren, dass die Karstlandschaft des Burren früher ganz anders aussah, nämlich viel stärker bewaldet. Und dass Tolkien hier inspiriert wurde zum „Herr der Ringe“, es gibt sogar eine „Höhle des Gollum“.

Kraterlandschaft im Burren

Kraterlandschaft im Burren

Als wir wieder raus wollen, regnet es so stark, dass wir uns doch zum Umkehren Richtung Whitethorne Cottage entscheiden. Nach wenigen Kilometern hört der sintflutartige Regen aber auf, und wir biegen doch noch mal auf eine kleine Straße ab, die uns in den Burren Nationalpark hineinführt. Auch wenn wir hier nur wenige Kilometer von unserem Haus entfernt sind, wirkt der Burren hier wieder ganz anders, fast wie eine Mondlandschaft mit irgendwie unrealistisch kleinen Kratern und einigen größeren, einzelnen Felsbrocken. Weit und breit kein Mensch. Wir folgen dieser Straße eine ganze Weile, bis wir wieder zum Lough Bunny kommen.
Ein schöner kleiner Umweg war das! Abends bereiten wir unsere Koffer vor, spielen Qwirkle, hören noch ein Hörspiel, bevor sich unser Faulenzertag dem Ende zuneigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *